Die tödlichsten Krankheiten der Welt

Wir können uns grundsätzliche in einer glücklichen Zeit schätzen, denn die Ära, wo Menschen haufenweise an tödlichen Krankheiten und Seuchen starben gehören in unseren Breiten längst der Vergangenheit an. Das ist vor allem dem Wohlstand geschuldet, der für bessere Hygienebedingungen, eine gute Ernährung, ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem und vielen Medikamenten gegen eine Unzahl an Krankheiten und Beschwerden sorgte.

Dennoch gibt es auch heute noch Krankheiten, gegen die kein Kraut gewachsen ist und die für uns Menschen noch immer höchst gefährlich sind. Wir haben die tödlichsten Krankheiten der Welt für Sie zusammengestellt.

Die Prionkrakheit

Die Prionkrankheit ist heute die gefährlichste Krankheit. Das Wort Prion setzt sich aus „Protein Infektion“ zusammen und weist auf ein infiziertes Protein hin. Prionen sind im Gegensatz zu Bakterien oder Viren keine Lebewesen, sondern ein organisches Gift. Beim Menschen kommen Prionen in erster Linie im Hirngewebe vor, daher ist eine Anhäufung sofort lebensbedrohlich. Sie sind vermutlich der Auslöser der Creutzfeld-Jakob-Krankheit, die zuerst zu kognitiven Störungen und dann zu Demenz führt. Für Betroffene gibt es derzeit noch keine Heilung.

Die Schlafkrankheit

Auf Platz zwei der gefährlichen Krankheiten liegt die Schlafkrankheit, die bei weitem nicht so harmlos ist, wie ihr Name klingt. Übertragen wird sie durch die Tsetsefliege, die nur in den tropischen Gebieten Afrikas vorkommt. Erkrankt ein Mensch daran, hat er zuerst Symptome wie Fieber, Ödeme, Schüttelfrost, Hautausschläge sowie Lymphknotenschwellungen. Außerdem erleben die Betroffenen ein unerträgliches Jucken der Haut. In der nächsten Phase, nach mehreren Wochen bekommen die Patienten Schlaf- und Koordinationsstörungen bis sie schlussendlich in einen Dämmerzustand gelangen. Meist sterben die Betroffenen nach Monaten oder wenigen Jahren. Da es derzeit keinen geeigneten Wirkstoff gegen die Schlafkrankheit gibt, ist die einzige Prophylaxe die Vermeidung von Insektenstichen. So ist es ratsam in betroffenen Gebieten geschlossene Schuhe zu tragen und sich mit Insektenschutzmitteln einzusprühen.

Tollwut

Tollwut kennen wir vor allem von Erzählungen von Tieren, die Schaum vor dem Mund haben. Aber auch Menschen können sich infizieren und erleben dadurch eine der grausamsten Krankheiten, die man sich einfangen kann. Übertragen wird Tollwut meist durch Bisse von infizierten Tieren. Bisher haben nur wenige Betroffene die Krankheit überlebt. Die Erkrankten leiden an Lähmungen, Verwirrtheit, Angst, Halluzinationen, Aufregung und Schlaflosigkeit. Im fortgeschrittenen Stadium erleben sie eine Lähmung des Rachens und sie können den produzierten Speichel nicht mehr schlucken, wodurch auch der bekannte „Schaum vor dem Mund“ kommt. Außerdem können Panikattacken durch den Anblick von Wasser auftreten. Im Endstadium der Krankheit reichen schon kleinste Umweltreize, um sehr aggressives Verhalten oder unkontrollierte Wutanfälle auszulösen bevor der Betroffene letztendlich in ein Delirium fällt und verstirbt.

Pocken

Die Pockenimpfung gehört hierzulande schon lange zum Standard-Impfprogramm, wodurch die Krankheit seit den 80er Jahren als ausgerottet ist. Wer sich früher mit Pocken angesteckt hat, ist zu 90 Prozent daran gestorben. Heute gibt es nur mehr in zwei Laboratorien in Russland und den USA Stämme dieser fatalen Krankheit.