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Dr. med. Martin Pletscher, Hauptstrasse 85, 4102 Binningen, Tel: 061- 426 98 26, FAX: 061- 426 98 25
Dr. Internet Schweizer suchen öfter Rat bei "Dr. Internet" Artikel in 20 Minuten vom 29.Jan. 2012 85 Prozent der Schweizer informieren sich vor oder nach Arztbesuchen über Krankheiten im Internet. Die Jagd nach Gesundheitsinfos stellt Mediziner und Patienten vor neue Herausforderungen. Symptome-Googeln birgt eine gewisse Gefahr der Überreaktion, dennoch informieren sich immer mehr Schweizer vor einem Arztbesuch im Internet. Immer mehr Leute suchen im Internet nach Gesundheitsinfos. Waren es gemäss 2010 veröffentlichten Zahlen der ETH noch knapp 40 Prozent, informieren sich inzwischen bereits gegen 85 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer auf dem Internet vor oder nach Arztbesuch über Krankheiten und Therapien, wie die "NZZ am Sonntag" schreibt. Gemäss der zitierten Studie der Swisscom konsultieren demnach jüngere Menschen und Männer eher vor dem Arztbesuch das Internet, während sich Frauen und ältere Personen eher danach informieren. "Die Patienten entwickeln sich immer mehr zu aktiven und informierten Partnern", sagt Christiane Brockes, Leiterin der Geschäftsstelle eHealth an der Universität Zürich. Ältere Menschen surfen immer häufiger nach Gesundheitsinfos Auf dem Vormarsch sind vor allem die "Silver Surfers", schreibt die "NZZ am Sonntag": Von den über 50-Jährigen verzichten nur gerade noch 12 Prozent auf gesundheitsrelevante Informationen aus dem Internet. Bei den unter 30-Jährigen sind es 20 Prozent. Grundsätzlich lässt sich aber gemäss der Studie - bei der 1000 Schweizerinnen und Schweizer befragt worden - sagen, dass Frauen häufiger medizinische Daten im Netz recherchieren als Männer. Über 80 Prozent der Internet-Nutzer nutzen für die Nachforschungen eine Suchmaschine wie Google. Am meisten abgefragt werden dabei die Themen: Depression, Blutdruck, Diabetes, Allergie, Burnout, Kopfschmerzen und Asthma sowie Neurodermitis. Die Mediziner müssen sich wegen den Gesundheitsinfos aus dem Internet immer früher auch kritischen Fragen stellen. Laut FMH- Präsident Jacques de Haller wird die Beziehung zum Patienten dadurch immer anspruchsvoller: "Der Hausarzt muss sich mehr erklären, doch dafür ist er auch da." Krankheiten googeln verursacht Ängste So positiv das "Symptome-Googeln" scheint, so negative Folgen kann es haben. Oft steigern sich Personen dank wagen oder missverständlichen Informationen in Krankheiten hinein, unter denen sie gar nicht leiden. Das Phänomen der "Cyberchonder" ist seit Jahren in aller Munde. Einerseits hat es mit den teilweise unstrukturierten Informationen zu tun, andererseits auch mit dem Fakt, dass seltene Krankheiten im Internet viel öfter erwähnt werden, als sie in der Wirklichkeit auftreten. Auch Christiane Brockes von der eHealth-Geschäftsstelle sieht gemäss "NZZ am Sonntag" eine "gewisse Gefahr von Überreaktionen". In der Flut von Informationen verlieren die Patienten die Übersicht und bekommen es teilweise mit der Angst zu tun. Umso wichtiger ist die Qualität der Informationen, sagt de Haller. Diese reiche nach seiner Einschätzung in der "NZZ am Sonntag" von "ausgezeichnet bis katastrophal". Er empfiehlt deshalb offizielle Webseiten von anerkannten Organisationen.
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