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Dr. med. Martin Pletscher, Hauptstrasse 85, 4102 Binningen, Tel: 061- 426 98 26, FAX: 061- 426 98 25
Hausstaubmilben-Allergie Symptome und Ursachen Die Hausstaubmilben-Allergie manifestiert sich durch Niesreiz, Schnupfen, Augenreizungen, Husten und Atembeschwerden (Asthma bronchiale). Die meistens ganzjährigen Beschwerden werden vorwiegend durch Inhalation von Milbenpartikeln und deren Stoffwechselprodukten verursacht. Empfindliche Personen sind also nicht gegen Hausstaub an sich, sondern gegen die darin enthaltenen Hausstaubmilben und deren Kotpartikeln allergisch. Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine Lebewesen, die praktisch in jedem Haushalt vorkommen. Sie übertragen keine Krankheiten und ernähren sich bevorzugt von menschlichen und tierischen Schuppen. Gehäuft finden sie sich in Teppichen, Bettmaterialien und Polstermöbeln. Zur optimalen Vermehrung brauchen die Milben eine Luftfeuchtigkeit von 60-80% sowie eine Temperatur von 25-30° Celsius. In grosser Höhe, ab 1300 m, sind die Hausstaubmilben wegen der geringen Luftfeuchtigkeit nicht mehr lebensfähig. Optimale Bedingungen zur Vermehrung finden die Milben im Schlafzimmer und insbesondere im Bett (feuchtwarmes Milieu). Da hier die höchsten Milbenmengen gefunden werden, konzentriert sich die Staubsanierung vor allem auf das Bett und das Schlafzimmer. Massnahmen zur Hausstaubsanierung Allgemeines Relative Luftfeuchtigkeit: Nicht über 50% (kaufen Sie einen Hygrometer) Temperatur: Schlafzimmer nicht über 18°C, Wohnzimmer nicht über 19-20°C (messen Sie mit einem Thermometer) Entfernen aller Staubfänger (Bettvorleger, Felle, Wandbehänge,...) Häufiges Abstauben (feucht) 1x wöchentlich Staubsaugen (genügt!) Keine Kuscheltiere im Bett (nur, wenn nicht bei 60°C waschbar) Keine Luftbefeuchter !! (Sie nützen auch bei Erkältungen und bei Asthma nichts!) Ferien planen: Über 1300 m ü M nimmt die Milbendichte ab (trockene Luft) Bettinhalt Milbendichte Überzüge für Matratzen, Kissen und Duvets (fragen Sie uns nach Fabrikaten), Kosten: ca. Fr. 60.- bis 350.-) Bezüge (Duvets, Kopfkissen,..) können aus Baumwolle sein, sollten jedoch regelmässig bei mindestens 60°C gewaschen werden (ca. alle ein bis zwei Wochen). Matratze Die Matratze ist nicht bei 60°C waschbar und somit ein grosses Milbenreservoir. Sie kann allenfalls in Plastik eingenäht und dann mit dem Fixleintuch bezogen werden. Besser sind kommerzielle milbendichte Überzüge. Idealerweise sollte zuvor eine neue Matratze gekauft werden (lieber nicht zu teuer, dafür häufiger wechseln). Teppiche Verwenden Sie im Schlafzimmer nur Kunstfaserteppiche (besser waschbar), sofern ein textiler Bodenbelag erwünscht ist. Auch in künstlichen Materialien können sich aber Milben einnisten. Idealer sind deshalb Parkettböden oder Bodenbeläge aus Linoleum und ähnlichem. Teppiche können mit milbentötenden Pulver behandelt werden (Pulver zwölf Stunden einwirken lassen, morgens und mittags einbürsten und abends absaugen). Diese Mittel schaden dem Menschen nicht, können aber für gewisse Haustiere toxisch sein. Häufigkeit der Anwendung: Ca. 2 bis 3x pro Jahr. Dampfreiniger haben wahrscheinlich einen milbentötenden Effekt (heisser Dampf). Weitere Informationsquelle hier Symptombehandlung Die Therapie ist bei allen Inhalationsallergien ähnlich. Sie wird im Kapitel Behandlung des Heuschnupfen ausführlich erklärt. In diesem Kapitel finden Sie auch konkrete Behandlungspläne. Immuntherapie oder Desensibilisierung Diese Behandlungsmethode wird im Kapitel Behandlung des Heuschnupfens  ausführlich erklärt.
Haussstaubmilben