Home Dermatologie Allergologie Kosmetik Internet Dr. Pletscher
Dr. med. Martin Pletscher, Hauptstrasse 85, 4102 Binningen, Tel: 061- 426 98 26, FAX: 061- 426 98 25
Haustiere Was ist zu tun bei Tierallergien? Katzen- oder Hundeallergien sind sehr verbreitet. Ca. 15% der Bevölkerung ist gegen eines dieser Tiere allergisch. Bei Asthmatikern erhöht sich die Häufigkeit auf 20-30%!! Das allergieauslösende Eiweiss (Allergen) befindet sich im Speichel (Katze) oder in den Hautschuppen (Hund) und nicht in den Haaren. Allergene verteilen sich als sehr kleine Partikel in der Luft und gelangen so einfach auf die Schleimhäute und die Haut, wo sie Symptome hervorrufen (Asthma, Schnupfen, Augenbindehautentzündung und Nesselausschläge). Massnahmen, wenn eine Tierallergie festgestellt wurde Weggeben des Tieres ist die effektivste Massnahme. Verbanne das Tier aus dem Schlafzimmer. Jeder Besuch des Tieres im  Schlafzimmer hinterlässt eine grosse Menge von Allergenen Halte das Tier im Freien. Dies ist aber meistens eine ungenügende Massnahme und nur für Hunde und Kaninchen realistisch. Bade das Tier wöchentlich, um die Menge Allergen zu reduzieren, die in die Umwelt abgeben wird. Bürsten des Tieres sollte durch eine nichtallergische Person im Freien geschehen Reinigung des Tierquartiers nur durch eine nichtallergische Person. Bedecke Polstermöbel. Allergene setzten sich in Polstermöbel, Matratzen, Kissen und Teppichen besonders fest und sind dort nur schwer zu entfernen. Entferne Teppiche und Spannteppiche, da sie ein grosses Allergenreservoir darstellen und diese Materialien nur schwierig zu reinigen sind. Nach Weggabe des Tieres ersetze Bettzeug und Teppiche, die mit Tierbestandteilen Kontakt hatten, da es selbst nach deren Reinigung Monate (bis Jahre) gehen kann, bis diese allergenfrei sind. Frage den Allergologen, ob eine Desensibilisierung sinnvoll ist. Die besten Resultate werden erzielt, wenn das Tier aus dem Haushalt entfernt wurde und nur selten entsprechende Kontakte erfolgen. Behandle die Symptome (ist bei Asthma besonders wichtig). Die modernen Sprays sind sehr wirkungsvoll und haben praktisch keine Nebenwirkungen! Allergiker sollten keine regelmässigen Kontakte zu Pelztieren haben, auch wenn sie gegen diese nicht allergisch sind (Prophylaxe). Bei Allergikern ist die Chance, allergisch zu werden, besonders goss. Ideale Haustiere für Allergiker sind Schildkröten, Fische (verwende zum Füttern keine roten Mückenlarven!), Schlangen und andere Tiere ohne Pelz. Soll ich ein Haustier kaufen? Haustiere sind eine Bereicherung im täglichen Leben Der medizinische “Nutzen” ist vorallem bei ältern und bei kranken Leuten belegt. Einige wenige Beispiele sollen dies veranschlichen. Patienten mit einem Hund leben nach einem Herzinfarkt länger. Alte Menschen mit Haustieren haben mehr soziale Kontakte und sind weniger einsam. Sie ernähren sich besser und brauchen weniger Antidepressiva. Ob sich die soziale Kompetenz besser entwickelt, wenn Kinder mit einem Haustier aufwachsen, ist zu wenig untersucht. Haustiere brauchen eine permanente Pflege. Meistens bleibt diese an der Mutter “hängen”. Haustiere “binden an”. Ferienaufenthalte können kompliziert werden. Haustiere verhindern sogar manchmal benötigte Hospitalisationen (wenn kein Platz gefunden wird). Haustiere können Allergien hervorrufen. Ideale Haustiere bei Allergikern: Schildkröten, Schlangen, Fische (es gibt Allergien auf das Fischfutter, z.B. rote Mückenlarven). Der “Kassensturz” hat ein Merkblatt über den Tierkauf publziert. Sie finden es hier. Soll ich mich vor dem Kauf eines Haustieres bei einem Allergologen testen lassen? Ein Allergologe kann Ihnen bei diesem Entscheid helfen. Er kann abklären, ob schon eine Allergie vorliegt. Häufig ist die Person aber nicht allergisch. Hier wäre die entscheidende Frage: Wie hoch ist das Risiko, allergisch zu werden? Diese Frage kann mit Allergietesten leider nur ungenügend geklärt werden. Ein negativer Allergietest sagt nichts darüber aus, wie hoch das Risiko einer Allergisierung ist. Im Falle einer Atopie ist das Risiko aber deutlich erhöht. Bei Personen mit Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma wird deshalb vom Kauf eines pelzigen Haustieres abgeraten.
Tierallergien