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Dr. med. Martin Pletscher, Hauptstrasse 85, 4102 Binningen, Tel: 061- 426 98 26, FAX: 061- 426 98 25
Hautreinigung Der schützende Hautfilm Die Haut ist von einem natürlichen und schützenden Lipidfilm bedeckt und hat einen pH-Wert von ungefähr 5.5. Durch unsachgemässe oder übertriebene Reinigung kann dieser Lipidfilm und der pH-Wert der Haut verändert werden. Dies kann zu einer Schädigung der der Hautbarriere führen. Die Haut trocknet aus, ist weniger geschützt und kann reagiert auf Umwelteinflüsse besonders empfindlich. Hautkrankheiten und pH Bei verschiedenen Hauterkrankungen ist der Haut-pH alkalisch verändert. Eine sachgemässe Reinigung, kann nebst einer spezifischen Therapie eine zusätzlich positive und heilungsbegünstigende Wirkung entfalten. Eine richtige Reinigung hat auch prophylaktische Eigenschaften. Empfehlenswert sind Syndets (siehe unten). Seifen sind ungünstig, solange die Haut nicht allzu verschmutzt ist. Ein alkalischer pH begünstigt zum Beispiel Ekzeme, trockene Haut und Infektionen (Pilze, Bakterien). Einen alkalischer pH findet man bei häufigen Waschungen mit alkalischen Seifen sowie bei gewissen internen Erkrankungen wie Diabetes, Nierenschäden, etc. Es braucht etwa 14 Stunden bis sich das normale Hautmilieu wieder einstellt, vorgesetzt, die schädigenden Einflüsse werden eliminiert. Seifen haben nur eine Funktion: die Reinigung bewirken einen Fettverlust und somit eine Austrocknung der Haut, die Hautempfindlichkeit nimmt zu bewirken eine Alkalisierung (pH 10-12) und eine Schädigung des Säuremantels können via Austrocknung der Haut Juckreiz verursachen haben keine antimikrobielle Aktivität Syndets (=syntheric detergents) werden synthetisch hergestellt sind seifenfrei sind meistens im sauren Bereich (keine Alkalisierung) enthalten oft wasserunlösliche Fette (Rückfettung, hautschützender Film) einige Syndets enthalten antimikrobielle Substanzen die Reinigungseigenschaften sind weniger gut als bei Seifen Wie oft soll man sich douchen? Douchen gehört zu unserer täglichen Hygiene. Wir douchen, um uns den Schmutz, den Schweiss oder Körpergeruchsstoffe weg zu waschen. Douchen erfrischt auch und hilft vielen Leuten morgens beim Aufwachen. Douchen hat aber auch potentielle Nebenwirkungen. Die äusserste Schicht unserer Haut ist die Hornschicht. Sie besteht nicht nur aus totem Hornmaterial. Die Hornhaut oder das Stratum corneum ist kompliziert aufgebaut und wird durch Fettstoffe (Lipide) zusammengehalten. Dadurch bildet sich eine dynamische Barriere nach aussen und innen. Die Feuchtigkeit bleibt in der Haut. Douchen wir zu viel, zu heiss und mit aggessive Reinigungsmittel kann dieses Gleichgewicht geschädigt werden. Schädlich ist auch zu aggressives Abfrottieren. Die Fettstoffe werden aus der Hornhaut herausgelöst. Die Haut wird tocken, spannt, juckt und wird anfällig für Hautkrankheiten. Wie oft nun jemand douchen soll, muss individuell beantwortet werden. Atopiker (siehe hier), haben generell eine durchschnittlich trockenere Haut. Sie sollten diesbezüglich etwa zurückhaltender sein. Verwenden Sie als Reinigungsmittel ein Syndet (siehe oben), waschen Sie sich nicht zu heissen und trockenen Sie sich mit einem weichen Tuch ab. Zu erwähnen muss man vielleicht auch, dass eine gute Körperhygiene auch ohne Douchen möglich ist.
Hautreinigung